Vom Papier zum faltbaren Display- Unternehmen Nokia
Nokia ist eines der führenden, weltweit agierenden Elektronik-Unternehmen und stellt Produkte in vier verschiedenen Teilbereichen her. Dazu gehört die Sparte der Mobiltelefone, Multimedia wie Set-Top Boxen, Netzwerke und Enterprise Solutions.
Doch vor allem in der Entwicklung und Herstellung von Mobiltelefonen ist Nokia die Nummer eins auf dem Weltmarkt.
Dabei fing das Unternehmen 1865 in der Stadt Nokia in Finnland mit der Papierherstellung an, produzierte dann Artikel aus Gummi, wie z.B. Radreifen für Rollstühle und Gummistiefel und erst 1960 wurde in der Fabrik eine Elektronikabteilung eingerichtet.
Im heutigen Hauptsitz Espoo, ebenfalls in Finnland, wurde dann 1987 das erste transportable Telefon der Welt entwickelt und produziert.
Heute ist das Unternehmen mit Olli-Pekka Kallasvuo an der Spitze weltweit in vielen Ländern mit Produktions- und Entwicklungsstätten vertreten. Es produziert und entwickelt neue Netzwerk- und Unterhaltungstechnologien, die das Leben angenehmer und einfacher gestalten.
In vierzig Ländern werden über 68000 Mitarbeiter beschäftigt, wobei dreißig Prozent der finnischen Angestellten Funkamateure sind. Am 1. April 2007 wurde das Netzbetriebsgeschäft von Siemens (aus München) mit den Netzwerktätigkeiten von Nokia zusammengelegt und das Joint Venture Nokia Siemens Networks entstand. Es ist damit das zweitgrößte Unternehmen für Mobilfunk- und das drittgrößte für Festnetz- Infrastruktur.
Nokia geht noch einen Schritt weiter und lässt sich am 22. Mai 2007 ein Notebook mit zwei Displays und einer herausnehmbaren Tastatur patentieren. Damit wagt sich das Unternehmen auf den hart umkämpften Markt der tragbaren Personalcomputer, die man gemeinhin heute Notebooks nennt.
Doch das Hauptgeschäft bleibt erst mal die Entwicklung und Herstellung von Mobiltelefonen im Multimedia- und Business- Bereich.
Zwar hat Nokia heute bei den Mobiltelefonen einen führenden bzw. sogar dominant erscheinenden Status inne, aber die Vergangenheit hat bewiesen, dass auch derartig exponierte Marktstellungen nicht für immer in Stein gemeißelt sind. Durch Technologiesprünge (UMTS, Handy mit eingebauter Digitalkamera) oder durch innovatives Design ist es immer wieder gelungen, dass auch andere Hersteller mal wieder Ausrufezeichen setzen konnten. Mit dem iPhone gelang dies erst kürzlich auch einem Einsteiger in den Mobilfunkmarkt.
Klaus-Martin Meyer
Klaus-Martinkm@telefon.de