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Spielend lernen

findur

Viele Eltern machen sich seit jeher Gedanken über das richtige Spielzeug für ihre Kinder. Da gibt es eine Fraktion, die möchte den Kindern so wenig Konkretes wie möglich vorgeben. Sie möchten, dass die Kinder die Welt ohne Anleitung und aufwändige Spiele erfahren und einordnen können. Da kann jedes Objekt des Alltags zum Spielzeug werden. Die kleine Pappröhre einer Toilettenpapier- oder Küchenrolle z.B. kann da in der Hand der Kinder zu einem echten multifunktionalen Spielzeug werden. Sie können damit durch Schlagen Geräusche machen, wie durch ein Fernrohr hindurchschauen, es wie ein Blasinstrument benutzen oder es sich einfach als lustige Ausformung unter ihr T-Shirt stecken. Die andere Fraktion unter den Eltern würde gar nicht auf so eine Idee kommen. Sie wollen den Kinder immer etwas Konkretes anbieten, sie mit viel Engagement und Material anleiten zu anspruchsvollem und möglichst sinnvollem Tun, wobei die Kriterien über das, was als sinnvoll oder anspruchsvoll erachtet wird, auch innerhalb dieser Fraktion häufig weit auseinander geht. Gemeint sind zum Beispiel Lernspiele aller Art, die den Kindern helfen sollen, schon so früh wie möglich, bestimmte kognitive Aufgaben zu bewältigen. Es fängt bei den Spielsachen für die ganz Kleinen schon an. Da gibt es- bereits für das Krabbelalter- eine Kiste mit vielen Objekten, die rund, zylindrisch, als Pyramide oder würfelförmig daherkommen. Diese verschiedenen Objekt gilt es durch runde, quadratische oder dreieckige Öffnungen zu schieben. Nicht immer wird das Kind es gleich richtig machen und den Zylinder oder die Kugel durch die runde Öffnung stecken, aber das ist ja auch so gedacht. Durch Versuch und Irrtum lernt das Kind die geometrischen Objekte in ihren Ausmaßen richtig einzuschätzen. Da die Objekte, wenn sie passen, durch die Öffnung fallen, haben die Kinder ein Erfolgserlebnis und werden dieses Spiel immer wieder benützen. Natürlich nur so lange, bis sie diesen Lernschritt verinnerlicht haben. Eltern, die sich für solches Spielzeug interessieren, müssen da nicht notwendigerweise viel Geld investieren. Sie finden dies auch schon für ganz wenig Geld aus Plastik. Der kognitive Lernschritt wird durch ein Plastik-Objekt nicht gemindert. Wer den Kindern aber lieber Holzspielzeug in die Hand gibt, will ihnen noch eine zusätzliche sinnliche Erfahrung ermöglichen. Sie sollen das schöne Gefühl, Holz in den Händen zu halten, erleben. Kein Werkstoff hat diese warme, extrem handschmeichlerische Qualität wie das Naturprodukt Holz.

Andreas
presse@mettlerweb.de

Author:
findur
Time:
Thursday, April 29th, 2010 at 16:31
Category:
Familie
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