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Koliken beim Pferd – Ursachen und Vermeidung

findur

Eine Kolik ist zunächst einmal nichts anderes als ein Krampf im Bauch, eine schmerzhafte Störung des Magen-Darm-Traktes. Kolik bezeichnet in erster Linie also ein Symptom, keine spezielle Erkrankung. Ein Kolik Pferd zeigt lediglich an, dass bei ihm eine Fehlfunktion des Magen-Darm-Systems vorliegt. Die Ursachen können entsprechend vielfältig sein. Viele davon sind vermeidbar bzw. man kann ihnen bei artgerechter Haltung vorbeugen. Denn auch wenn Koliken keine Erkrankung per se bedeuten, so können sie doch zum Tod des Pferdes führen und sind deshalb immer ernst zu nehmen und nach Möglichkeit zu vermeiden. Bekannte Kolikauslöser sind beispielsweise psychische Faktoren wie Stress und Angst. Daher ist es zunächst einmal wichtig, dass man das Pferd keinem unnötigen Stress aussetzt. Empfindliche Pferde können mitunter aber auch schon auf einen starken Wetterwechsel mit Stress und einer Kolik reagieren. Ein nächste wichtige vorbeugende Maßnahme ist die regelmäßige Kontrolle der Tränke, mindestens einmal täglich. Leidet das Pferd unter Wassermangel kann es innerhalb von wenigen Stunden eine schwere Kolik bekommen. Dabei kann nicht nur fehlendes Wasser zu Wassermangel führen, sondern auch eine vollgeäppelte Tränke, aus der das Pferd dann nicht mehr trinkt. Weitere Ursachen für eine Kolik können Infektionen oder Entzündungen von inneren Organen sein, eine starke Verwurmung, Parasitenbefall oder auch eine Vergiftung. Koliken treten aber auch auf, wenn das Pferd fremde Gegenstände wie z.B. Steine oder ähnliches verschluckt. Große Mengen Sand, die mit dem Futter aufgenommen werden, wurden ebenfalls als Verursacher einer Kolik ausgemacht. Koliken werden überhaupt recht häufig über Fütterungsfehler und schlechte Haltung verursacht. Zu den ursächlichen Fütterungsfehlern gehören zum Beispiel die plötzliche Futterumstellung, eine Überfütterung sowie mangelnde Hygiene, die zu Schimmelpilzbildung im Heu, Stroh oder der Silage führen kann. Schimmelpilze geben Gifte ins Futter ab. Diese Toxine können dann schnell eine Kolik auslösen. Je nach Kolik-Ursache kommt es zu einer mehr oder weniger starken Störung der Darmbewegung, wodurch es zu Lageveränderungen, Verdrehungen und Verschlingungen des Darmes kommen kann, was die entsprechenden Schmerzen auslöst. Kommt es über Verschlingung, Verknotung oder Einschiebung von Darmabschnitten zu einen Darmverschluss, so ist schnelles Handeln angesagt, denn die Unterversorgung der Darmabschnitte führt in relativ kurzer Zeit zu deren Absterben und schließlich zum Tod des Tieres.

Andreas
presse@mettlerweb.de

Author:
findur
Time:
Wednesday, October 21st, 2009 at 09:54
Category:
Gesundheit
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