Ein Bett für Könige
Das Bett kann auf eine lange Geschichte zurück blicken. Bereits im alten Ägypten schlief man auf kunstvoll verzierten Liegebetten. Die Griechen und Römer verwendeten diese Liegen nicht nur zum Schlafen sondern auch für festliche Banketts. Diese nannte man Klinen. Diese Ruheliegen zeichneten sich durch ein aufgebogenes Kopfende aus. Es gab verschieden konstruierte Betten, für ein oder mehrere Personen.
Im Mittelalter kam dann schließlich das Himmelbett in Mode. Das Bett bestand aus vier langen Pfosten, an denen Vorhänge befestigt waren, welche in der Nacht geschlossen wurden. Mit der Zeit wurden diese Betten immer größer und geräumiger und die verwendeten Stoffe immer feiner und edler. Ab dem 13. Jahrhundert wurden die Holzrahmen der Betten mit kunstvollen Schnitzereien und Einlegearbeiten verziert, sodass wahre Prunkbetten entstanden, die eigentlich viel zu schade zum bloßen schlafen waren.
Betten wurden nicht nur zum Schlafen verwendet, das wird besonders bei gekrönten Häuptern deutlich. Könige und Fürsten schliefen in ausgesuchten und wunderschönen Prunkbetten und ließen sich von ihren Untergebenen wecken und bedienen und begannen schon kurz nach dem erwachen im Bett wichtige Staatsangelegenheiten zu regeln. Beispielsweise galt es als große Ehre dem französischen König beim Lever, also der Morgentoilette zu bedienen. War man einmal in Verseilles, wird man sich bestimmt noch an das goldene und riesige Prunkbett erinnern. Dieses Bett stand Richtung Osten, der aufgehenden Sonne zugewandt und war nicht einfach nur ein Bett sondern Ausdruck der allumfassenden Macht des Königs.
In der nachfolgenden Zeit wurden die Betten wieder schlichter und ihre Rahmen bestanden zunehmend aus Metallgestellen. Heutzutage gibt es die unterschiedlichsten Betten für jeden Geschmack das passende.
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