Doping im Golfsport ohne Chance
Die Dachorganisation für rund 575.000 deutsche Golfspieler, der Deutsche Golf Verband (DGV), will dem Doping im Golfsport keine Chance geben. Deshalb hat der DGV sich nun der seit 2009 geltenden neuen Anti-Doping-Ordnung der Nationalen Anti Doping Agentur (NADA) angeschlossen. Eine entsprechende Vereinbarung, um die Regeln umzusetzen, wird in Kürze unterzeichnet, wodurch sich die dem DGV angehörenden Golfer dem neuem Anti-Doping-Code verpflichten. Ziel dieses neuen Codes ist es, im gemeinsamen Interesse aller Sporttreibenden, Doping in Zukunft noch effizienter zu bekämpfen. Zusätzlich wurde Bernhard Wetterich als Anti-Doping-Beauftragter nominiert und damit ein noch ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum “weiterhin sauberen Sport”, wie es in den Nachrichten hieß, vollzogen. Bereits die Grundregel des Golfsports mit dem berühmten Grundsatz des R&A „play the ball as it lies, play the course as you find it,“ zeigt deutlich, dass sich der Golfsport dem Fairplay-Gedanken von Anfang an besonders verpflichtet gefühlt hat. Denn dieser Satz ist ein eindeutiges Bekenntnis zur Fairness bei der Anwendung des Golf- Regelwerks. Der R&A, der Royal and Ancient Golf Club of St Andrews, ein 1754 gegründeter Golfclub, war bis 2004 eine maßgebliche Autorität im Golfsport und bei der Erstellung der Golfregeln. Bernhard Wetterich soll als Anti-Doping-Beauftragter künftig nicht nur über die Einhaltung der Anti-Doping-Ordnung wachen, sondern auch über die Gefahren des Dopings informieren. Dabei ist vor allem die Aufklärung der jungen NachwuchsgolferInnen über die gesundheitlichen Risiken des Dopings ein wichtiger Baustein in der Doping-Bekämpfung. Mit der Übernahme der neuen Anti-Doping-Ordnung wurde vom DGV auch eine wichtige Vorrausetzung erfüllt, um die Bewerbung Deutschlands als Austragungsort des Ryder Cup 2018 zu unterstützen. Ebenso steht die nachhaltige Dopingbekämpfung durch nationale aber natürlich auch internationale Golfverbände bei der Entscheidung darüber, ob der Golfsport mit Beginn der Sommerspiele 2016 in das olympische Programm aufgenommen wird, im Fokus der jeweiligen Entscheidungsträger. In Zukunft wird bei der Erwerbung der Platzreife also wohl auch diese neue Anti-Doping-Regel eine Rolle spielen. Und dass nicht nur in Deutschland, sondern auch wer im Rahmen von Golfreisen, diesen Sport erlernen bzw. weiter entwickeln will, wird sich mit den neuen Regeln vertraut machen müssen.
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