Sat
13
Sep

Die Prepaid Kreditkarte

imv

Prepaid Kreditkarten haben sich seit kurzem auf dem Markt etabliert und wurden eingeführt, um vor allem den Verschuldungsgrad innerhalb der Bevölkerung zu minimieren. Auch Verbraucher, die aufgrund ihrer wirtschaftlichen und finanziellen Situation nicht in der Lage sind, eine Kreditkarte zu erhalten, können von dieser Form profitieren. Prepaid Kreditkarten gewähren im eigentlichen Sinne keine Kredite. Vielmehr arbeiten sie auf einer Guthabenbasis. Für den Verbraucher bedeutet dies, dass er die Kreditkarte vor der Nutzung zunächst mit einem Geldbetrag aufladen muss. Eine Beschränkung des Personenkreises erfolgt nicht, sogar Verbraucher mit negativen Schufa-Einträgen und Jugendliche unter 18 Jahren können diese Art der Kreditkarte nutzen. 

Die Funktionalität der Prepaid Kreditkarte ist genauso umfänglich wie eine „echte“ Kreditkarte. Weltweit kann bei allen Vertragspartnern und Akzeptanzstellen eine bargeldlose Zahlung vorgenommen werden und auch Abhebungen an Geldautomaten sind ohne Probleme im Verfügungsrahmen möglich. Anwendung finden diese ebenfalls in Onlineshops, die Zahlungen nur per Kreditkarte zulassen. Einige Prepaidkarten-Anbieter setzen in aller Regel ein Verfügungslimit, das heißt, die Karte kann nur bis zu meinem bestimmten Betrag, meist 500,00 Euro aufgeladen werden. Überblick verschaffen Online-Banking-Konten, die jede Transaktion mit der Karte aufzeigen. Der Karteninhaber behält somit den Kontostand sowie getätigte Zahlungen im Auge und kann die Karte entsprechend nachladen. Da die Karten auch an Jugendliche unter 18 Jahren abgegeben werden, Voraussetzung ist hier ein eigenes Girokonto, werden Prepaid Kreditkarten oft als so genannte Picture-Cards angeboten. Während des Bestellvorgangs kann ein bestimmtes Layout, beispielsweise aus Videospielen, gewählt werden. Einige Kreditinstitute arbeiten mit Multiplikatoren und Vertragspartnern. Wird eine Karte auf diese Weise beantragt, enthalten die ausgestellten Prepaid Kreditkarten ein entsprechendes Label.  

Auch die Kosten für eine Prepaidkarte sind sehr gering. Kreditinstitute erheben eine Jahresgebühr für die Nutzung sowie eine Gebühr für jeden getätigten Umsatz. Jedoch schwanken die Jahresgebühren zwischen 28,00 Euro bis hin zu 49,00 Euro. Ein Vergleich lohnt sich auf jeden Fall, denn nicht immer bieten Kreditinstitute mit hohen Jahresgebühren auch mehr Funktionalität. Als besonderer Bonus wird eine Guthabenverzinsung des auf der Karte befindlichen Betrags angeboten. Prepaidkarten können direkt in der Bankfiliale oder im Internet beantragt werden. Ein aufwendiges Ausfüllen von Formularen entfällt, da eine Prüfung der Bonität nicht stattfindet. Nach einem Antrag im Internet erfolgt die Versendung der Prepaid Kreditkarte per Post. Mit dem Post-Ident-Verfahren erfolgt eine Verifizierung des Karteninhabers direkt in der Postfiliale. Der erforderliche Pin wird in aller Regel einige Tage später auch Sicherheitsgründen gesondert versendet.

Ralf
r.eppmann@gmx.de

Author:
imv
Time:
Saturday, September 13th, 2008 at 17:44
Category:
Finanzen
Comments:
You can leave a response, or trackback from your own site.
RSS:
You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed.
Navigation: