Die Entwicklung des Smileys vom ASCII-Männchen zum Icon
Zu der Zeit, als Scott Fahlman sein Emoticon erfand, waren die technischen Voraussetzungen noch nicht so weit entwickelt, dass man es hätte plastischer darstellen können. Zwar gab es zu jener Zeit schon erste Icons, die jedoch nur zur Darstellung von Steuerzeichen in der Programmierung verwendet wurden. Mit der Entwicklung von Betriebssystemen mit grafischer Oberfläche war es möglich, immer mehr Sonderzeichen grafisch darzustellen. Zu dieser Zeit entstanden die ersten Standard-Emoticons (lächelndes Smiley, trauriges Smiley) zum Einfügen als Sonderzeichen (damals jedoch erst in Schwarz-weiß). Noch heute kann man diese ersten Smileys in der Schriftart Wingdings finden. Mit Einführung der ersten Schreibsoftware mit Autokorrektur konnte man bestimmten Schriftzeichenfolgen feste Ersetzungen zuordnen (z. B. (c) wurde zum Copyright-Zeichen), daher war es möglich aus den ASCII-Symbolen von Fahlman ein Smiley automatisch entstehen zu lassen. Für diese Funktion waren im Hintergrund diverse Skripts nötig. Diese Skripts fanden nach Einführung des Internet eine schnelle, weltweite Verbreitung (zur Erstellung von Internetseiten). Mit diesen Skripts war es möglich, Smileys an jede beliebige Stelle im Internet einzufügen, so auch in E-Mails und den später entstandenen Foren und Chat-Rooms. Damit war schon mal eine Möglichkeit gefunden, nicht animierte Emoticons zu verbreiten. Durch die Einführung und Entwicklung von Grafikprogrammen und deren allgemeine Verwendung war es nun auch bald kein Problem mehr, solche Grafiken selber zu erstellen. Waren dazu bislang tiefe Computerkenntnisse notwendig, um den Programmablauf nachzuvollziehen und steuern zu können, boten die Grafikprogramme eine benutzerfreundliche Handhabung. Waren erst einmal die Weichen für die Smileys im Internet gestellt, dauerte es nicht lange, bis die ersten kreativen Köpfe der Community sich an die Entwicklung vieler verschiedener Aussagen machten. Kamen erst simple Aussagen zustande, so wurden die Smileys immer komplexer. Sie wurden farbig, bekamen Hände und Füße und benutzten Gegenstände. Bald war es möglich, diesen Smileys Effekte zuzuordnen, sodass die Smileys blinkten und den Anschein hatten, sie zitterten. Diese Effekte wurden immer komplexer, sodass es möglich war, ein Smiley auf der Stelle hüpfen zu lassen. Daraus entstand im Laufe der Jahre die Vielfalt an fantasievollen Smileys, wie sie heute Gang und gäbe ist. Diese Entwicklung vollzog sich so nicht nur im Internet, den E-Mails und Chats. Bei den Handys hat sich diese Entwicklung deckungsgleich via SMS vollzogen.
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