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Der Starter der Leuchtstoffröhre

findur

Viele Leute haben in ihrer Wohnung neben Glühbirnen und modernen Energiesparlampen auch herkömmliche Leuchtstoffröhren. Vor allem in Badezimmern finden sie sich. Wie auch andere Lampen, halten sie natürlich nicht ewig, sondern müssen von Zeit zu Zeit ausgewechselt werden. Aber wie kommt das eigentlich? Was kann denn bei einer Leuchtstoffröhre kaputt gehen? Nun, einerseits kann natürlich die Glasröhre zerbrechen, etwa wenn jemand versehentlich mit einem Gegenstand dagegen schlägt. Diese Gefahr besteht bei jeder Lampe. Tatsächlich sind aber viele Röhren, die ausgewechselt werden müssen, so wie auch die meisten durchgebrannten Glühbirnen, äußerlich unversehrt. Bei der Glühbirne ist das Durchbrennen ja vergleichsweise einfach nachzuvollziehen. Erinnern wir uns daran, was wir in der Schule gelernt haben: Es gibt einen Draht, der aus Wolfram besteht. Durch ihn fließt der Strom, und er wird dabei heiß.

Dieser Draht ist es auch, der leuchtet und so das Licht erzeugt. Irgendwann reißt der Draht durch das ständige Erhitzen und wieder Abkühlen, und der Strom kann nicht mehr fließen. Wir sagen dann, die Glühbirne ist durchgebrannt. Eine Leuchtstoffröhre aber erzeugt Licht durch eine Gasentladung: Strom fließt durch das Gas im Innern der Röhre, wodurch dieses zu leuchten anfängt. Das Gas kann aber, anders als ein Draht, nicht durchreißen. Es kann auch nicht aus dem Glas entweichen, was wirklich gut ist, denn es besteht zum Teil aus giftigem Quecksilber. Wenn man nun die Röhre, die nicht mehr leuchten will, in ein Fachgeschäft bringt, so bekommt man oft zu hören, der Starter sei kaputt. Und dieser Starter ist ein elektrisches Gerät mit einer begrenzten Lebensdauer – ähnlich wie der Draht in der Glübirne. Man muss sich klar machen, dass Gas an sich nicht elektrisch leitend ist. Der Starter ist dazu da, das Gas beim Einschalten der Lampe mit Elektronen zu beschießen und so zu ionisieren, damit es leitend wird. Daneben braucht man noch ein Vorschaltgerät, um den Stromfluss zu begrenzen, denn hat die Ionisierung erst einmal eingesetzt, wächst die Stromstärke ohne eine solche Begrenzung immer weiter an und lässt die Sicherung durchbrennen. Leider verwenden verschiedene Leuchtstoffröhren auch unterschiedliche Starter und Vorschaltgeräte, so dass man nicht einfach eine Röhre gegen eine beliebige andere austauschen kann. Aus diesem Grund wurde beispielsweise das System Etalux entwickelt, um bei größeren Beleuchtungsanlagen – so in Parkhäusern – die Modernisierung zu erleichtern. Man kann damit relativ einfach eine Leuchtstoffröhre gegen ein anderes Modell austauschen.

Andreas
presse@mettlerweb.de

Author:
findur
Time:
Thursday, August 12th, 2010 at 12:38
Category:
Industrie
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