Bauernopfer oder gezieltes Mobbing
Politische Skandale in Ämtern und Ministerien werfen manchmal ein Schlaglicht auf die graue Realität der Arbeitswelt in Behörden. Wenn durch Presse oder Fernsehen Aktivitäten ans Licht kommen, die das Ansehen eines Ministeriums oder eines Amtes grob beschädigen, dann werden reflexartig sogenannte „Bauernopfer“ gefordert, damit die aufgebrachte Öffentlichkeit das Gefühl hat, hier wird von verantwortlicher Seite angemessen reagiert und der Schaden beseitigt. Selten nimmt der oberste Dienstherr, also ein Minister oder ein Amtsleiter seinen Hut, meist finden sich ein oder mehrere Mitarbeiter, die nah genug dran waren an diesen Vorgängen und die dann ihre angestammten Positionen verlieren. Ist der Betroffene eine beamteter Staatsdiener muss er sich schon strafrechtlich relevante Versäumnisse oder Vergehen zu Schulden kommen lassen, damit er seinen Job und seinen beamtenrechtlichen Status gänzlich verliert. In der Folge von Skandalen werden auch gerne mal unliebsame Mitarbeiter von ihren Posten entfernt. Meist sind das sehr engagierte Sachbearbeiter, die sich für ihren Arbeitgeber ins Zeug legen, aber auch mit Kritik nicht hinter dem Berg halten. Für führungsschwache Vorgesetzte sind solche Kollegen ein Dorn im Auge. Sie haben große Probleme sich solchen Mitarbeitern zu stellen und warten schon mal auf eine günstige Gelegenheit, sie los zu werden. Und da wird dann subtil oder auch ganz offen an vielen Hebeln gezogen und manipuliert, bis der Mitarbeiter selbst geht oder vor Verzweiflung und Wut tatsächlich einen folgenschweren Fehler begeht. Man nennt das auch Mobbingopfer. Die Folge kann, im günstigsten Fall eine Versetzung innerhalb des Amtes bedeuten, aber je nach Entschlossenheit der Vorgesetzten auch eine Kündigung nach sich ziehen. Für die Betroffenen heißt es dann schnell reagieren, denn im Arbeitsrecht muss man mit recht kurzen Fristen rechnen. Gerade bei Abmahnung oder Kündigung sollte man sofort einen Anwalt kontaktieren, der sich in diesem Minenfeld auskennt. Wer im Internet über Suchmaschinen den passenden Anwalt sucht, bekommt so viel Information wie nirgends sonst. Unter der pfiffigen Such-Kombination Rechtsanwalt & Arbeitsrecht & Wohnort wird man meist sofort fündig und kann sich gleich die Website der Kanzlei mit ihrem Profil ansehen. Also ein Kölner sucht so unter „Rechtsanwalt Arbeitsrecht Köln“ und ein Dortmunder entsprechend mit „Rechtsanwalt Arbeitsrecht Dortmund“. Niemand sollte sich ohne arbeitsrechtlichen Flankenschutz in die Auseinandersetzung mit seinem Arbeitgeber begeben.
Andreaspresse@mettlerweb.de