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Automobil-Technik - Zauberei auf 4 Rädern

findur

Wir nähern uns unserm PKW, drücken auf den Schlüssel und per Funk entriegeln sich die Türen. Dabei blinken auch die Lichter des Wagens noch freundlich. Wir steigen ein, legen den Sicherheitsgurt an, stecken den Schlüssel in das Zündschloss, drehen ihn, der Motor zündet augenblicklich und ab geht die Fahrt. Alltägliche Vorgänge, die aber vollgepackt sind mit Erfindungen und Fortentwicklungen aus der Automobilindustrie, über die wir nur wenig bis gar nicht nachdenken müssen. Dabei sollten wir doch eigentlich vor Staunen große Augen machen, wenn wie von Geister-Hand eine Tür entriegelt wird. Ein elektro- mechanischer Ablauf wird durch einen für das menschliche Auge nicht sichtbaren Funk-Impuls in Gang gesetzt. Sind hier Zauberer am Werk oder eher große Erfinder, denn wir Normalsterbliche wissen nicht, wie es funktioniert, aber wir haben uns daran gewöhnt. Wie an das Radio oder unser Mobiltelefon, das uns ohne eine sichtbare Leitung Gespräche in die ganze Welt ermöglicht. Auch der Sicherheitsgurt geht auf eine Erfindung der Franzosen Gustav-Désiré Leveau zurück, der bereits 1903 das erste Patent auf einen Vierpunkt-Sicherheitsgurt erhielt. Interessanterweise erfand sein Landsmann Louis Renault im gleichen Jahr einen Fünfpunkt-Sicherheitsgurt, der dann Jahre später von Volvo zum Dreipunkt-Gurt weiter entwickelt wurde. Die elektronische Zündung, die im Laufe der Zeit vollständig die Magnet- oder Unterbrecherzündung ersetzt hat, basiert auf einem total ausgetüftelten computergesteuerten Mechanismus, der stets die optimalen Bedingungen für die Zündung des Motors herstellt. Und wenn wir dann dank unseres modernen wassergekühlten, spritsparenden, abgasarmen Ottomotor über die Straßen heizen können, schützt uns bei einem unerwarteten Aufprall nicht nur die Erfindung des Monsieur Leveau sondern auch die der deutschen Erfinder Helmut Patzelt, Gerhard Schiesterl und Albert Seybold, seinerzeit allesamt in Diensten der Daimler-Benz AG in Stuttgart. Am 23.10.1971 meldete das Unternehmen das Patent (DE 2152902 C2) auf eine „Aufprallschutzvorrichtung für den Insassen eines Kraftfahrzeugs“ an. Die Rede ist vom Airbag, wie wir in heute kennen . Erst knapp 10 Jahre später, nach Tausenden von Tests wurde die Mercedes S-Klasse mit Fahrerairbags ausgestattet. Mittlerweile sind Airbags weltweit Standard, aber kein Fahrer wünscht sich, dass er diese gute Erfindung je braucht.

Andreas
presse@mettlerweb.de

Author:
findur
Time:
Wednesday, October 7th, 2009 at 12:44
Category:
Sonstiges
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