Auswirkungen des Gleichberechtigungsgesetzes bei der PKV auf die Männer-Tarife
Möchte man die PKV wechseln, so gilt das gleiche wie beim Autokauf oder beim Auto-Kredit – vergleichen, vergleichen. Hier und da lässt sich nämlich auch beim Wechsel der PKV hier und da etwas sparen. Genauso wie man sie einen Kredit berechnen lassen kann, so kann man sich bei einem anderen Anbieter von Privaten Krankenversicherungen die Beitragshöhe zur PKV berechnen lassen.
Natürlich gelten dabei grundsätzlich die Faktoren Alter, Geschlecht und Gesundheitszustand als Grundlage für die Berechnung. Ab 2008 wird es dabei jedoch so sein, dass es zumindest im Bezug auf das Geschlecht zwischen Tarifen für Männern und Frauen keinen großen Unterschied mehr geben wird. Der Grund ist die Umsetzung des Gleichbehandlungsgesetz AGG.
Bisher ist es nämlich noch so, dass Frauen grundsätzlich mehr bei der PKV an Beitrag zahlen. Der Grund sind die frauenspezifischen Risiken, wie Schwangerschaft und Geburt. Die Kosten hierfür werden jedoch ab 2008 auf alle Versicherte umgelegt. Die von den Männern zu zahlenden Versicherungsbeiträge in der PKV werden daher voraussichtlich stark ansteigen.
Daher lohnt es sich insbesondere für Männer sich noch rechtzeitig vor 2008 nach einer möglichst günstigeren Privaten Krankenkasse umzusehen, denn aufgrund des zu groß werdenden Verwaltungsaufwands werden grundsätzlich alle Verträge umgestellt. Das heißt die Umsetzung des Gleichbehandlungsgesetz AGG findet bei der PKV nicht nur bei Neuverträgen statt, sondern wird auch auf bereits bestehende Altverträge angewandt.
Für das Ausmaß der für Männer drohenden Erhöhung der Beiträge sind dabei insbesondere zwei Faktoren ausschlaggebend, nämlich wie hoch die Kosten der Schwangerschaftsleistungen bei dieser Privaten Krankenkasse sind wie günstig oder ungünstig das Verhältnis der in der Privaten Krankenkasse versicherten Männern und Frauen ist. Wenn zum Beispiel in einer Tarifgruppe mehr Männer als Frauen versichert sind, kommt zu einer spürbaren Senkung des Beitrags für die Frauen, im Gegenzug aber auch zu einer einem moderaten Prämienanstieg bei den Männern.
Als voraussichtliche Steigerung allgemein schätzen Experten bei den Männer-Tarifen einen Anstieg der Prämien um ca. 3 Prozent.
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